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    <title>Gay-Box Stories Feed</title>
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    <language>de-ch</language>
    <copyright>Aids-Hilfe Schweiz</copyright>
    <pubDate>Thu, 23 Feb 2012 07:53:26 +0100</pubDate>
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			<title>Für die Liebe gekämpft</title>
			<description>Wie sieht eigentlich der Blick von der anderen Seite her aus? Jeder zehnte von uns ist HIV-positiv und viele leben in einer Beziehung mit einem HIV-negativen Mann. HIV-negative Partner kommen eher selten zu Wort. Eric* aus Zürich hat uns ein spannendes und bewegendes Gespräch gewährt.Erzählst Du etwas über Dich?Ich bin 23-jährig, komme ursprünglich dem Aargau. Ich lebe und arbeite seit 4 Jahren in Zürich als Grafiker. Seit meinem 16. Lebensjahr, weiss ich, dass ich schwul bin. Ich lebe seit vier Jahren in einer festen Beziehung. Mein Mann ist 37 und ist HIV-positiv, ich HIV-negativ.Spielte HIV in deinem Leben eine Rolle, bevor Du deinen jetzigen Partner kennengelernt hast?Ich dachte, &amp;quot;mich trifft es sicher nicht&amp;quot;, und habe mich am Anfang nicht geschützt. Nachträglich habe ich mich testen lassen und es wurde klar, dass ich ein Riesenglück hatte. Ich benutzte ab da eigentlich immer Kondome und das Thema geriet in den Hintergrund.Und jetzt lebst Du mit einem HIV-positiven Mann zusammen.Ich hatte gar keine feste Beziehung im Sinn, als wir uns kennenlernten. Nachdem wir zusammen geschlafen hatten, wollte er unbedingt mit mir reden. Er sagte, es sei für ihn ein bisschen kompliziert. Und dann sagte er es mir. Ich glaube, das war für uns beide ziemlich hart. Ich musste es erst mal verdauen und wusste überhaupt nicht, wie ich reagieren sollte. Wir hatten es sehr schön zusammen, ich war schon ein bisschen verliebt. Und wir hatten uns geschützt. Aber ich wusste überhaupt nicht, was auf mich zukommt und war total unsicher. Aber mein Mann hatte eine tolle Einstellung, er ging die Sache mutig an und hat nicht mit seinem Schicksal gehadert.“Als schwuler Mann wünsche ich mir, dass mit dem Thema HIV anders umgegangen wird.”Was hast Du gemacht?Ich hatte einen guten Freund auf der Aids-Hilfe, mit dem habe ich darüber gesprochen. Er sagte mir gleich, dass es verschiedene zuverlässige Schutzmöglichkeiten gibt und dass die Gefahr, mich anzustecken, sehr klein sei. Und sogar wenn etwas schiefginge, könnte man eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) machen. In einer festen Beziehung weiss man ja sofort, wenn etwas nicht stimmt und kann dann die PEP auch sofort machen. Das hat mir alles Mut gemacht. Nahm dein Partner damals eine HIV-Therapie?Als wir uns kennenlernten noch nicht. Ich glaube, dass hatte auch mit seiner schlechten Beziehung zum Unispital zu tun. Er fühlte sich dort nicht gut betreut, speziell als schwuler Mann, und hat dann zum Hausarzt gewechselt. Das hat die Situation verbessert und er hat kurz danach mit der ART begonnen. Heute geht er nur noch zu den halbjährlichen Kontrollen ins Spital. Es war schön für mich, von da an eigentlich immer dabei zu sein bei den wichtigen Beratungen und Entscheidungen.&amp;quot;Statt mir den Kopf über diese theoretische Gefahr zu zerbrechen, beschäftige ich mich lieber mit der Realität meines Lebens und mit meiner Beziehung&amp;quot;Wie erlebst du die HIV-Therapie deines Partners?Ich habe mich von Anfang an stark damit beschäftigt. Am Anfang hatte er mit den Nebenwirkungen zu kämpfen und das hat mich erschreckt. Aber ich wollte auch für ihn da sein und wir haben eigentlich dann zusammen für die nötigen Anpassungen bei den Medis gekämpft, bis er das richtige hatte. Jetzt geht es mit der ART im Grossen und Ganzen sehr gut und die Virenlast ist bei meinem Mann immer unter der Nachweisgrenze. Natürlich sieht man bei allen Beschwerden gleich die Infektion oder die Tabletten als Ursache, auch wenn es gar keinen Zusammenhang gibt. Und es gibt praktische Herausforderungen, auf Reisen, zusammen mit anderen Medikamenten usw.. Man lernt zusammen, richtig damit umzugehen.Empfindest Du das manchmal als Belastung?Nicht stärker, als ich andere Dinge als Belastung empfinden würde. Jeder hat im Leben auch Schwierigkeiten, und in jeder Beziehung gibt es auch belastende Dinge. Für mich hatten diese Erfahrungen eine heilsame Wirkung. In der schwulen Welt sind Äusserlichkeiten und alles Materielle total wichtig. Krankheit und Unvollkommenheit werden stark verdrängt. Das wurde mir bewusst und ich habe gemerkt, dass das nicht gut ist. HIV hat mich sozusagen davon befreit.Benutzt ihr zusammen Präservative?Wir machen das jetzt lange, weil es für beide so stimmte. Aber mittlerweile habe ich öfter das Bedürfnis, auf den Pariser zu verzichten. Es ist ein Thema, das uns beschäftigt und der Wunsch ist in uns beiden gewachsen. Wir haben auch beide die Tests für die anderen sexuell übertragbaren Infektionen gemacht. Ich sprach es dann von mir aus an. Mein Mann fand es super, dass ich ihm so vertraue. Da waren die Botschaft der EKAF und die Infos der AHS schon eine wichtige Hilfe. Verrückt ist aber, dass wir es vermutlich niemandem sagen würden, ich besonders nicht meinen Eltern!Was denkst Du, würde eine HIV-Infektion für Dich bedeuten?Wer kann das wissen? Ich bin mir heute sicher, dass das Risiko praktisch Null ist. Und wenn es trotz allem geschehen sollte, dann musste es wohl so sein. Das muss jeder für sich beantworten. Statt mir den Kopf über diese theoretische Gefahr zu zerbrechen, beschäftige ich mich lieber mit der Realität meines Lebens und mit meiner Beziehung.Was wünschst Du Dir und anderen Menschen in deiner, oder eurer, Situation?Als schwuler Mann wünsche ich mir, dass mit dem Thema HIV anders umgegangen wird. Es ist nicht bloss &amp;quot;wichtig&amp;quot;, es ist ein Lebensthema. Ein guter Umgang damit bringt jeden Menschen persönlich weiter. Aber vor allem möchte ich Menschen mit HIV dazu ermutigen, sich ihre Partner nicht nur unter ihresgleich zu suchen, sondern Mut zu fassen und für die Liebe zu kämpfen. Mein Mann hat es getan und ich kann mir heute nicht mehr vorstellen, ohne ihn zu sein. Jeder hat die Chance, den Richtigen zu finden.Lieber Eric, Danke für dieses Gespräch.* Name von der Redaktion geändert</description>
			<link>http://www.gay-box.ch/de/http://www.gay-box.ch/de/main/stories/mein-schwules-leben/fuer-die-liebe-gekaempft/</link>
			<author>R.K.</author>
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			<pubDate>Sat, 14 May 2011 10:43:53 +0200</pubDate>
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			<title>Coming-out unmöglich?</title>
			<description>Letzte Schulstunde, Sport steht auf dem Programm. Der Neuling, ist nicht nur unglaublich cool, er sieht braungebrannt und verschwitzt, wie er ist, in den roten Trainingshosen und der Wuschelfrisur noch besser aus als sonst. Ich frage mich: «Ist das eigentlich normal, wenn man andere Jungs attraktiv findet oder bin ich vielleicht schwul?»In letzter Zeit passiert mir das öfters... Ich werde laut aus meinen Gedanken gerissen: «Hey, aufwachen! Wo sind die Mannschafts-Bändel!? Vergessen?» Mein Sportlehrer schaut mich böse an und bellt gleichzeitig: «Ok, Jan* und sein Team spielen ohne Shirt. Dann haben die Ladies wenigstens einen Grund, hier rumzulungern! Nicht wahr, Patrick? » . Ich nicke schnell und wende meinen Blick zu den ausnahmslos weiblichen Groupies am Spielfeldrand. Seit Jan in der Parallelklasse ist, scheinen sie wie Pilze aus dem Boden zu schiessen... Ich frage mich:«Bin ich der männliche Groupie hier, oder was?»Jan zieht  sein Shirt aus und wirft es lässig auf den Rasen. «Genügend Gründe, die Bändel auch nächste Woche zu vergessen», denke ich. Nach dem Sport zieh ich mich schnell um und schaff&amp;#039;s, denselben Bus wie Jan zu erwischen. Wirklich miteinander gesprochen haben wir noch nicht. Wieso eigentlich nicht? Bei den anderen Jungs klappt&amp;#039;s doch auch. Und vor allem mach ich mir bei ihnen nie solche, spezielle Gedanken. Aber irgendetwas ist bei bei Jan anders. Jedesmal wenn er mich anspricht, bringe ich nur kurz Sätze über die Lippen - und könnte mich dafür jeweils ohrfeigen! Auch dieses Mal schaffe ich es nicht, ihn anzusprechen. Er steigt zwei Stationen vor mir aus: «See you.» «See you». Das Wochenende liegt vor mir und ich habe Zeit mir alles in Ruhe zu überlegen, erleichtert bin ich trotzdem nicht.«Das ist doch alles nicht normal... oder etwa doch?»Am Wochenende kreisen meine Gedanken endlos…Wie ticke ich überhaupt? Jan tickt sicher nicht wie ich... Sonst würde er nicht ständig «Schwuchtel» als Schimpfwort benutzen! Oder macht er es vielleicht gerade deswegen? Irgendwie versetzt es mir immer einen Stich, wenn er oder andere so reden. Aber schöne Augen hat er... Stopp: Was soll das alles? Vor den Sommerferien fand ich doch Rahel noch ziemlich toll. Aber seit dem Augenblick, als Jan das erste Mal mit seinem strahlenden Lächeln im Sportunterricht aufgekreuzt ist, kann Rahel einfach nicht mehr mithalten. Ihre Augenfarbe? Entweder blau oder grün - ich mag dieses warme und doch irritierende Braun von Jans Augen lieber. Gleichzeitig aber wünsche mir seit ein paar Wochen öfters:«Bitte auf keinen Fall schwul...»... denn das bräuchte ich jetzt nicht auch noch. Wenn, dann höchstens bisexuell! Aber wäre «Schwul-Sein» falsch? Und seit wann interessieren mich eigentlich die Augen von Jungs? Bin ich irgendwie krank oder hat mir der Korb von Daniela letzten Winter einen Knacks verpasst? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich das alles blitzartig abstellen muss! Aber will ich das wirklich?In den Momenten, in denen ich an Jan denke oder ihn sehe, fühlt es sich nicht falsch, sondern genau richtig an. Macht mein bester Freund Phillip aber mal wieder seine Kommentare über diese «tuntigen Fernsehmoderatoren, die eh keine echten Männer und doch alle krank sind» fühle ich mich immer irgendwie schuldig und schlecht.Ich bete eigentlich nie. Bin ich jedoch nach solchen Sprüchen einen Moment für mich alleine, bitte ich Gott inständig, dass er Jan endlich «aus» und Rahel wieder «in» meinen Kopf reinhämmert - vergebens. Ich frage mich immer häufiger:«Wie kann man sowas erklären - was soll ich überhaupt erklären?»Und vor allem: Wie würde ich sowas meinen Eltern beibringen? Kürzlich meinte meine Mutter beim Abendessen wie aus dem Nichts: «Ich freue mich jetzt schon auf meine Enkelkinder.» «Ähm, ist das nicht etwas verfrüht?» «Ja klar... aber ich freue mich trotzdem drauf. Kann ich doch sagen, oder?» «Klar kannst du...».Ich fragte mich damals, woher ihr Anfall kommt. Heute befürchte ich eher, dass sie bereits irgendetwas ahnt. Aber alleine der Gedanke, ihr weh zu tun und sie zu enttäuschen, stresst mich tierisch.Und was würden die anderen sagen...? Würde Phillip mir die Freundschaft kündigen, wenn ich wirklich schwul bin und es ihm sagen würde? Mit ihm möchte ich am liebsten über mein momentanes Gefühlschaos sprechen. Aber weder mit ihm noch sonst jemandem kann ich das. Ich frage mich immer öfters, ob «Schwul-Sein» wirklich so schlimm wäre. Aber ich kenne niemanden in meinem Umfeld, der schwul ist... oder zumindest nicht einen Schwulen, den ich darauf ansprechen möchte.«Ende gut, alles gut?»—Dies ist ein Teil meiner Geschichte. Auch wenn sie bereits mehr als 10 Jahre zurück liegt, kann ich mich an diesen speziellen Sommer und die erzählten Momente erinnern, als wär alles gestern passiert. Mittlerweilen konnte ich die vielen Fragen für mich klären und weiss, was ich bin und sein will. Vielleicht erzähl ich dir ein anderes Mal mehr davon. Auch wie&amp;#039;s mit Jan, Phillip &amp;amp; Co. weitergegangen ist. Patrick*Alle anderen Namen im Text verändert.	
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			Wie weiter? Tipps zum Coming-out:Wenn du dich beim Lesen an der einen oder anderen Stelle wiedererkennst, dann steckst du vielleicht in einer ähnlichen Situation, wie Patrick damals. Wenn du zurzeit dasselbe Gefühlschaos durchlebst, dann hast du sicher viele offene und brennende Fragen. Eine kann dir grundsätzlich Niemand beantworten: Ob du nun schwul, bisexuell oder nicht doch hetero bist. Oder etwas, was sich nicht einfach so in eine Schublade reinzwängen lässt. Diese Frage kannst und sollst nur du dir selber beantworten. Nimm dir dafür die Zeit, die du brauchst. Denn die Antwort zählt in erster Linie für dich und nicht für andere. Geben können wir dir aber einen guten Tipp. Wenn dir das hier gefällt und du mehr davon haben willst: Klick doch mal rechts auf das Fenster &amp;quot;Ich stelle mir genau solche Fragen&amp;quot;. Die Jungs haben&amp;#039;s wirklich drauf!Nur noch was von uns zum Schluss: egal, welche sexuelle Orientierung du letztendlich hast egal, wie lange du für&amp;#039;s Rausfinden brauchst egal, ob das gleich bleibt oder sich wieder ändert und vor allem: egal, was auch immer andere dazu sagenDas Wichtigste ist: DU BIST DU! Und das ist genau richtig so!Alles Gute &amp;amp; bis bald, Dein Gay-Box Team	
		
		
	
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			<link>http://www.gay-box.ch/de/http://www.gay-box.ch/de/main/stories/schwule-identitaet/coming-out-unmoeglich/</link>
			<author>P.M.</author>
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			<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 16:16:01 +0200</pubDate>
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