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Hepatitis C

Erreger:
Hepatitis C-Virus

Übertragung:
Hepatitis C wird durch Blut übertragen, zum Beispiel beim gemeinsamen Gebrauch von Fixerbesteck, Rasierapparaten oder -klingen, beim unsauberen Tätowieren oder Piercen. Hepatitis C wird auch bei härteren sexuellen Praktiken wie übertragen (Fisting, Gebrauch von Sex-Toys bei mehreren Personen ohne vorherige Desinfektion). Unbehandelte andere sexuell übertragbare Krankheiten erhöhen das Risiko, sich mit Hepatitis C zu infizieren. Eine Übertragung durch Blutprodukte bei medizinischen Behandlungen in der Schweiz kann heute fast ganz ausgeschlossen werden.

Zeit zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch (Inkubationszeit):

20 Tage - 6 Monate, meist 6 bis 9 Wochen

Symptome, Krankheitszeichen:

Drei Viertel der Betroffenen haben keine ausgeprägten Beschwerden. Deshalb wird eine Ansteckung oft nicht erkannt. 10% bis 20% haben grippeähnliche Symptome wie bei der Hepatits B, etwa 10% entwickeln eine «Gelbsucht»: gelbe Augen und Haut, dunkler Urin, heller Stuhlgang.

Krankheitsverlauf:

Eine Hepatitis C wird in 50% bis 80% der Fälle chronisch, das heisst, bleibt über Jahre bestehen. Die Symptome eines chronischen Verlaufs sind Müdigkeit, unspezifische Oberbauchbeschwerden, Leistungsschwäche und Juckreiz. In etwa einem Drittel der chronischen Fälle verläuft die Krankheit aggressiv, mit Einschränkungen der Leberfunktionen, Leberfibrose, Leberzirrhose und Leberkrebs. Der Krankheitsverlauf ist rascher bei zusätzlichem Alkohol- oder Drogenkonsum.

Behandlung:
Bei einer akuten Hepatitis C sollte man sich Ruhe gönnen und auf Alkohol- oder Drogenkonsum verzichten. Bei chronischer Hepatitis C und drohender Leberschädigung ist eventuell eine mehrmonatige Behandlung mit Interferon und virushemmenden Medikamenten möglich. Sie führt nicht in jedem Fall zu einer Heilung.

Vorbeugung:

Eine Impfung gegen Hepatitis C ist nicht möglich. Safer Sex und Safer Use schützen vor einer Ansteckung mit Hepatitis C. Beim Fisten Handschuhe benützen und nicht bei mehreren Partnern verwenden. Kein gemeinsamer Gebrauch von Gegenständen, die mit Blut verunreinigt sein könnten (Rasierzeug, Zahnbürsten, Sextoys).

Hepatitis C und HIV
:
HIV-Positive sind häufiger von Hepatitis C betroffen. Grund dafür sind wahrscheinlich härtere Sexpraktiken ohne vorbeugende Massnahmen. Bei HIV-Positiven ist der chronische Verlauf rascher und aggressiver.

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