AIDS
Aids ist die englische Abkürzung für Aquired Immunodeficiency Syndrom, zu Deutsch: erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom. Aids ist die letzte Phase einer unbehandelten Infektion mit dem HI-Virus (HIV). In dieser Phase der HIV-Infektion treten schwere, zum Teil tödliche Krankheiten auf: Lungenentzündungen, Pilzbefall, seltene Formen von Krebs, Tumore oder Schädigungen des Nervensystems usw.
Geschichte allgemein:
Die ersten Aids-Fälle wurden 1980/1981 in den USA festgestellt; 1982 gab es die ersten Fälle in der Schweiz. Bis heute wurden in der Schweiz gut 9000 Aids-Diagnosen gestellt; rund 7000 der Betroffenen sind gestorben. Seit 1996 gibt es Medikamente, die das HI-Virus in Schach halten und damit den Ausbruch von Aids stark verzögern oder gar verhindern (antiretrovirale Therapie, kurz ART). Allerdings müssen die Medikamente lebenslang eingenommen werden; eine HIV-Infektion ist nicht heilbar.
Seit der Einführung dieser wirksamen Therapien sterben in der Schweiz jährlich noch 50 bis 70 Personen an Aids; 1994 waren es mehr als 680 Personen gewesen. Eine Impfung gegen die HIV-Infektion und damit gegen Aids gibt es nicht.
Aids und schwule Männer:
André Ratti (1935 - 1986); Rock Hudson (1925 – 1985); Freddy Mercury (1946 – 1991)
Schwule Männer sind seit Beginn der HIV-Epidemie besonders stark betroffen. Ganz am Anfang war gar von der «Schwulenseuche» die Rede. Jeder Schwule hatte Freunde, Bekannte oder gar einen Partner, die an Aids erkrankt waren. Ihr Tod prägte das Bewusstsein der Gay Community während Jahren.
In den ersten Jahren bestand die Gefahr einer Hexenjagd auf Menschen mit HIV und Schwule. Auch in der Schweiz wurden Ideen geäussert, Menschen mit HIV und Schwule zu brandmarken und zu isolieren. Diese Ideen setzten sich zum Glück in den westlichen Ländern nicht durch.
Stattdessen wurden überall Programme aufgebaut, die auf Solidarität mit den Betroffenen setzten und den Menschen erklärten, wie sie sich selber von einer Infektion mit HIV schützen können. Mit diesem Ziel gründeten 1985 zum Beispiel schwule Männer und Organisationen zusammmen mit dem Bundesamt für Gesundheit die Aids-Hilfe Schweiz.
Der Aids-Tod von Ikonen wie dem Schauspieler Rock Hudson oder Freddy Mercury, dem Frontman und Sänger der Poprock-Gruppe Queen, lösten auch in der breiten Bevölkerung grosse Betroffenheit aus. Die rote Schleife (Englisch Red Ribbon) wurde in der ganzen Welt zum Zeichen für die Solidarität mit HIV-positiven und aidskranken Menschen sowie ihren Angehörigen.







