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Beschneidung

«Beschneidung» bezeichnet die ganze oder teilweise chirurgische Entfernung der Vorhaut des Penis. Eine Beschneidung wird in Europa hauptsächlich aus medizinischen Gründen durchgeführt, beispielsweise bei einer Vorhaut-Verengung (Fachausdruck: Phimose).

Eine Vorhaut-Verengung verursacht Schmerzen beim Sex, weil die Vorhaut nicht über die Eichel geschoben werden kann. Ungefähr jeder zehnte Junge hat eine Vorhaut-Verengung. Ist die Vorhaut zu eng, entscheidet der Arzt, ob ein medizinischer Eingriff nötig ist. Oft reicht es aus, die Vorhaut nur zu dehnen.

In anderen Ländern oder Kulturen werden Beschneidungen auch aus religiösen, hygienischen und ästhetischen Gründen vorgenommen. Üblich ist die Beschneidung im Judentum, im Islam oder in den Vereinigten Staaten. Bis vor wenigen Jahren wurden in den USA fast alle männlichen Babys beschnitten.

Eine Beschneidung verkleinert das Risiko einer Ansteckung mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen für den aktiven Partner. Die Innenseite der Vorhaut ist eine Schleimhaut, durch die Krankheitserreger in den Körper eindringen können. Mit der Beschneidung wird sie entfernt.

Wie hoch die Schutzwirkung der Beschneidung für schwule Männer ist, ist nicht bekannt. Bei heterosexuellen Männern halbiert sich das Risiko etwa; bei schwulem Sex dürfte die Schutzwirkung kleiner sein.

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