HIV und andere sexuelle Infektionen
Im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion sind andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) von besonderer Bedeutung. Sie führen dazu, dass HIV leichter übertragen wird und einige STI verlaufen bei HIV-positiven Menschen schwerer.
Sexuell übertragbare Infektionen (STI), umgangssprachlich auch Geschlechtskrankheiten, sind Erkrankungen, die vorwiegend sexuell übertragen werden. Zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten STI zählen (nebst HIV) Chlamydien, Syphilis, Herpes, HPV und Gonorrhö. Es gibt aber noch viele mehr. Einige davon sind eher harmlos, andere können einen schweren Verlauf nehmen.
Für HIV-Positive sind STI von besonderer Bedeutung. HIV kann sexuell leichter übertragen werden, wenn entweder der HIV-positive oder der HIV-negative Partner eine STI hat. Zudem verlaufen einige STI bei HIV-positiven Menschen schwerer und sind schlechter behandelbar.
Leichtere HIV-Übertragung
HIV-positive Menschen sind deutlich ansteckender, wenn sie zusätzlich an einer STI erkrankt sind. Bei den meisten STI entzünden sich die Schleimhäute im Genitalbereich. Diese Entzündungen bilden ideale Ein- und Austrittspforten für HIV. Bei einer akuten Herpes genitalis-Infektion zum Beispiel ist das Übertragungsrisiko bis zu 16 Mal höher. Mit einer Syphilis-Infektion ist das Risiko 3 bis 5 Mal höher.
Anderer Verlauf
STI nehmen bei HIV-positiven Menschen oft einen anderen Verlauf als bei HIV-negativen. Die Auswirkungen sind meistens schwerer. Dies ist insbesondere bei Herpes, beim humanen Papilloma-Virus, bei Syphilis und bei Chlamydien der Fall.
Andere Therapie
Spezielle Herausforderungen ergeben sich häufig bei Therapien von STI: Sie müssen mit der HIV-Therapie abgestimmt werden. Bei einigen STI ist bei HIV-positiven Menschen zudem eine längere Behandlungsdauer erforderlich (Chlamydien, Candida).







